Passierschein A38

Wir sind irgendwie naiv davon ausgegangen das mit der Baugenehmigung dann die behördlichen Genehmigungen erledigt sind. Schließlich enthielt der Bauantrag ja alle Informationen.

Nun zeigt sich Stück für Stück das dem nicht so ist. Die letzten zwei Wochen haben wir damit verbracht alle möglichen Anträge zu stellen, die wir anscheind noch benötigen (jeder Antrag kostet im Normalfall nochmal zwischen 50€ – 100€). Wir sind uns ziemlich sicher, dass wir nicht alles ordnungsgemäß bentragt haben. Aber von der Stadt gibt es dabei keine Unterstützung. Jedes Amt guckt nur auf seine Aufgaben. Bürokratie on its best!

Antrag auf Grundstückszufahrt
Unser Grundstück war früher ein Garten. Es gibt also nur einen Zaun mit Gartentor. Später soll das Auto mit auf das Grundstück. Dazu muss der Bordstein abgesenkt werden und die Fläche zwischen Straße und Grundstücksgrenze (ist bei uns Rasen) betoniert/asphaltiert werden. Wie das auszusehen hat, gibt natürlich die Stadt vor.

Antrag auf Sondernutzung + Beweissicherung (Pflasterprotokoll)
Für die Zufahrt zum Grundstück während des Baus müssen die Fahrzeuge auch über den Rasen. Daher muss eine Baustellenzufahrt beantragt werden. Genaue Angaben von Breite und Länge erforderlich! Zusätzlich muss mit einem Vertreter des Amtes vorher eine Abnahme erfolgen (und danach natürlich auch). Ging alles problemlos. Wir haben alle Vorschäden aufgenommen. Sollten später Schäden an der Straße / Gehweg / Rasen auftreten, müssen wir das alles reparieren oder dafür zahlen.

Antrag auf Grundstücksentwässerungsanlage
Wir dürfen unser Regenwasser ja nicht ins Abwasser einleiten, sondern müssen versickern. Klar das wir dafür auch einen Antrag/Genehmigung brauchen. Wenn mir also verboten wird mit dem Auto zu fahren und ich das Fahrrad nehmen muss, brauche ich dafür eine Genehmigung und muss dafür noch bezahlen. Ob, das nur in Deutschland so ist?! Das ganze ist nochmal ein Bauantrag in klein. Gefordert wird aber Abwasservertrag mit unserem Wasserversorger. Wofür?!? Zusätzlich brauchen wir dafür auch die Genehmigung von der unteren Wasserbehörde. Müssen wir natürlich auch selbst stellen. Ämter reden nämlich nicht mit einander.

Antrag auf Straßenreinigung
Als Grundstücksbesitzer wird man an den Kosten der Straßenreinigung beteiligt. Dies erfolgt meistens anhand der Länge der Grundstücksseite zur Straße. Muss der Voreigentümer schon gezahlt haben und wird daher nur ab jetzt von uns übernommen.

Antrag auf Abfallentsorgung
Hier sind wir etwas früh dran, aber da wir schon viel Zeit auf dem Grundstück verbringen, sind ein paar Abfallbehälter nicht schlecht. Der Antrag hat den Vogel abgeschossen. Neben dem Abholturnus mussten wir auch die Größe der Behälter angeben. Haben jetzt erstmal überall 120l genommen. Lässt sich später aber nochmal ändern. Das wir Restmüll (schwarze Tonne), Papier (blaue Tonne) und Plastik (gelbe Tonne) brauchen war klar. Biomüll wollten wir nicht nehmen, weil wir einen Kompost planen. Dann mussten wir aber das hier lesen:

Wir nehmen jetzt vorerst die Biotonne… Bilder vom Kompost und der Gartenfläche, genau. Oh man.

In diesem Sinne: Asterix, wir fühlen mit dir!

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